Das Grundproblem

Das Telefonnetz wurde in den 70-er Jahren mit dem Ziel ausgebaut, jedes Grundstück mit einem Telefonkabel bzw. Telefonanschluss zu versorgen. Dabei wurden ca. 8.000 Vermittlungsstellen und ca. 350.000 Kabelverzweiger aufgebaut.

In der Regel versorgt eine Vermittlungsstelle mehrere Orte. So werden alle Grundstücke aus den Gemeinden mit der Vorwahl 07164 (Aichelberg, Hattenhofen, Zell, Dürnau, Gammelshausen) über die Vermittlungsstelle in Boll versorgt. In Ballungsgebieten ist es genau anders. Da das Vorwahlgebiet 07161 sehr groß ist, wurde es in mehrere Anschlussbereiche unterteilt:

  • 07161-2 Göppingen Reusch
  • 07161-3 Uhingen
  • 07161-4 Jebenhausen
  • 07161-5 Rechberghausen
  • 07161-7 Göppingen Innenstadt
  • 07161-81 Eislingen
Die Vermittlungsstelle in Eislingen versorgt aber auch das Gewerbegebiet in Ursenwang und die Vermittlungsstelle in Jebenhausen das Wohngebiet in Schopflenberg. In den Orten selber stehen nur noch Kabelverzweiger, in denen aber keine DSL-Technik betrieben wird. Diese dienen nur zur einfacheren Schaltung der Kabel von der Vermittlungsstelle bis zum Grundstück.

Da die Kabellänge von der Vermittlungsstelle zu manchen Grundstücken sehr lange ist, ist die Dämpfung auf den Kabeln sehr hoch. Die Dämpfung ist wie ein Widerstand zu sehen. Je höher die Dämpfung, desto niedriger wird die maximale Bandbreite. Berücksichtigt man noch die Kabellänge der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) lautet also das Grundproblem:

je länger die TAL, desto höher die Dämpfung, desto niedriger die Bandbreite