Ist-Situation: "kein schnelles Internet"

"Schnelles Internet" ist im Filstal keine Selbstverständlichkeit. In der Mehrzahl der Gemeinden und selbst auch in Teilorten und Gewerbegebieten von Göppingen sind Internetzugänge oft nur mit geringer Geschwindigkeit verfügbar.

Viele Unternehmen nutzen das Internet längst nicht mehr nur „zum Surfen“ oder zum Empfangen und Versenden von E-Mails, sondern auch zur Vernetzung von Filialen oder VPN-Zugriff für Heimarbeitsplätze und externen Mitarbeitern. Ein hochwertiger, zuverlässiger Internetzugang mit ausreichend Bandbreite und geeigneten Leistungsmerkmalen (mehrere feste IP-Adressen, symmetrische Bandbreite, kurzen Paketlaufzeiten, hohe Verfügbarkeit, usw.) ist bei der heutigen Standortwahl eines Unternehmens ein ernstzunehmender Aspekt für die Zukunft.

Aber es sind nicht nur die Firmen, die bei ihrer Standortwahl auf einen schnellen Internetzugang achten. Da das Internet eine wichtige Bezugsquelle für Informationen - sei es für Schule, Ausbildung oder Beruf - darstellt, ist es nicht verwunderlich, dass auch Immobilien-Datenbanken den Punkt "Internetzugang" mit Kindergarten, Schule, Einkaufsmöglichkeiten und Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel gleichsetzen.

In der heutigen Zeit, sind auch Betriebe immer offener gegenüber HomeOffice oder anderen Arbeitsplatzmodellen, wenn Arbeitnehmer z.B. Kinder bekommen. Diese setzen jedoch in der Regel einen Zugriff auf das Firmennetzwerk des Arbeitgebers voraus, wofür ein schneller Internetzugang benötigt wird.

Ist kein schneller Internetzugang verfügbar, werden die Schuldigen von den Bürgern oder ansässigen Firmen gerne schnell in den Rathäusern gesucht. Dabei herrscht kein Verständnis dafür, dass den Städten und Gemeinden in der Regel die Hände gebunden sind und nur die klaren Gesetzte der Marktwirtschaft gelten. Ein Breitbandausbau muss sich für einen Provider wirtschaftlich lohnen, damit er überhaupt in der Lage ist, die gewünschten Dienste anzubieten.

Die Marktführer haben selbstverständlich die finanziellen Möglichkeiten einen Breitbandausbau durchzuführen - aber sie haben auch die Wahl, wo sie es machen. Es ist nicht verwunderlich (oder unmoralisch), dass sich Telekom oder Kabel BW auf die wirtschaftlich interessanten Gebiete konzentrieren.

Bei imos gehen wir auch unkonventionelle Wege, die nicht in die Vorgehensweise einer Telekom oder Kabel BW passen würden. Vielleicht haben wir den Breitbandausbau in Albershausen, Gingen, Ursenwang und Schopflenberg deshalb bereits abgeschlossen und haben bereits neue Projekte gestartet.